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BMI SF25C Turbo Falke
08/2010-
Vorwort
Da ich langsam auf den Motor- und E-Segler-Geschmack gekommen bin, mußte eine Lösung für beides gefunden werden.
Den SF 25 C gab es bislang nur von Rödelmodell mit fast 4m Spannweite, was mir für den Anfang viel zu groß ist. Als
dann Ende März 2010 der neue "Modellflieger" vom DMFV in meinen Händen landete, stolperte ich über
den von BMI Model angebotenen SF 25 C Turbo Falke. Am gleichen Abend habe ich das Modell bestellt. Mit
255cm hat der Falke eine angenehme "Feierabendflieger"-Größe und die Motorisierung
kam mir angegebenen 3-4 LiPos sehr entgegen.
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Bau
Der Bau des Falken geht sehr flott von der Hand. Neben dem Einbau der Servos und des Antriebs
müssen nur noch die Ruder anscharniert und das Fahrwerk zusammengebaut werden. Greift man
bei der Servowahl auf passende Größen zurück, dann entfällt die sonst notwendige Anpassung
der Servorahmen/-klötzchen.
| Einzelgewichte des Baukastens |
| Rumpf |
539 |
| Tragfläche links |
347 |
| Tragfläche rechts |
355 |
| Seitenleitwerk und Ruder |
37 |
| Höhenleitwerk und Ruder |
69 |
| Steckungsrohr |
69 |
| Ruderanlenkungen |
29 |
| Abdeckung Bodenluke |
12 |
| alternativ: Kamerhalterung |
23 |
| alternativ: Abwurfschacht |
56 |
| Spornfahrwerk |
19 |
| Radschuhe |
37 |
| Fahrwerk |
46 |
| Kleinteile |
60 |
| Räder und Kleinteile |
47 |
| Motorhaube |
44 |
| Summe |
1710 |
Mit diesen Gewichten wird der Turbo Falke flugfertig bei ca. 2600g liegen. Beim Motor
entschied ich mich für den Einbau direkt in der Motorhaube. Diese ist steif genung und
die gesamte Motorhalterung kann somit entfallen.
Der Schwerpunkt wurde durch BMI nachträglich auf 47mm ab Profilvorderkante korrigiert. In meiner
Bauanleitung ist der SP noch mit über 80mm ab Profilvorderkante angegeben. Die erste Korrektur, mit
der ich auch den Erstflug absolvierte, wurde mit 45mm ab Profilvorderkante bei RC-Network
veröffentlicht. Die 47mm stehen nun aber im Plan, den man bei BMI herunterladen kann.
Um den Schwerpunkt von 45mm erreichen zu können, mußte ich 280g Blei vorn neben den Akku packen.
Dabei ist der 4er-FePO-Pack schon ganz in die Haube geschoben, so dass er vorn unterhalb des
Motors sichtbar wird.
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Antriebsauslegung
Als Antrieb kommt der für die Aufwind getestete EP Product 2820-1000 zum Einsatz. Mit
143g ist der Motor relativ leicht. Trotzdem kann er problemlos eine Leistung von bis zu
400W umsetzen. Für den Falken ist dies mehr als ausreichend. Da die Bodenfreiheit
des Modells begrenzt ist, kommt mir die etwas höhere spezifische Drehzahl des Motors
gelegen.
| EP Product 2820-1000 |
| Luftschraube |
Spannung [V] |
Strom [A] |
Drehzahl [rpm] |
Standschub [N] |
Vopt [m/s] |
| APC-E 12x6 |
10.5 |
32.5 |
7700 |
18 |
15-20 |
Bei vollem Akku kann der Strom mit der APC-E 12"x6" bis auf 38A steigen.
Das Modell wird später auf geringste Stromaufnahme im Horizontalflug optimiert.
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Fliegen
Der Erstflug war eine kleine Katastrophe. Ich hatte mich bei der Luftschraube vergriffen
und eine 12x8 montiert. Diese zog dann kurzzeitig über 40A. In Verbindung mit einem
zu kopflastig eingestellten Modell (45mm stimmten eben auch noch nicht!) dauerte der
erste Flug nur wenige Sekunden. Nachdem das Modell einige Meter Höhe hatte, schaltete
der 40er Jazz gnadenlos ab. Die bis dahin erreichte Höhe genügte nicht mehr für eine
Landung auf der Piste.
Bei der Landung im hohen Gras ist dann das Fahrwerk inkl. Spant rausgerissen. Ein
Radschuh bohrte sich dabei in die Fläche.
Den Schaden habe ich am nächsten Tag sofort wieder repariert, die 12x6 montiert und auch
die erste Runde Blei entfernt.
Der Schwerpunkt ist nun beim nächsten Versuch bei ca. 50-52mm gewesen. Trotzdem habe ich
noch recht deutlich ziehen und nachtrimmen müssen. Der Regler hat natürlich nicht
mehr abgeschaltet, so dass ich einige Runden drehen konnte. Das Modell ist kippelig
auf Höhe (was für "schwanzlastig" spricht). Eine endgültige Aussage konnte ich noch nicht
treffen, da die Motorbremse nicht aktiviert war und die Luftschraube ständig mitdrehte.
Beim nächsten Mal lief es dann schon besser. Mit Motorbremse stand die Luftschraube still und
ich konnte endlich segeln. Dabei
stellte sich heraus, dass der Schwerpunkt doch wieder ein wenig nach vorn kann (ich näherte
mich also der jetzt gültigen Angabe von 45mm). Als der SP dann paßte, mußte immer
noch leicht gezogen werden, was auf eine falsche EWD schließen
läßt. Außerdem muß noch der Motorsturz und auch der Seitenzug korrigiert werden.
11.09.2010: Mit korrigiertem Motorsturz und Seitenzug (je eine Unterlegscheibe), sowie
neuer EWD (zwei M4-Nylonunterlegscheiben hinten unter das Höhenruder) erfolgte der nächste Flug.
Diesmal war keine Trimmung des Höhenruders mehr erforderlich. Die nun eingestellte EWD von
ca. 2.5° scheint zu passen. Vorn neben dem Akku sind jetzt 245g Blei im Modell.
Ein weiterer Punkt ist die Querruderdifferenzierung, die heute erstmalig eingestellt wurde. Ohne
Differenzierung kippt das Modell im Kurvenflug extrem ab.
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Steckbrief
| Steckbrief BMI SF 25 C Turbo Falke |
| Spannweite |
2547 mm |
| Rumpflänge |
1213 mm |
| Abfluggewicht |
??? g (inkl. 245g Blei) |
| Gesamtflächeninhalt |
51.77 dm2 |
| Flächenbelastung |
??? g/dm2 |
| Servos |
2x Standard, 4x 19g-Klasse |
| Luftschraube |
APC-E 12x6 |
| Motor |
EP Product 2820-1000 |
| Steller |
Jazz 40-6-18 |
| Antriebsakku |
4s FePO4 |
| Schwerpunkt |
47mm ab Nasenleiste |
| EWD |
2.4° |
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