Mini-Logger
Achtung! Aufgrund vieler Nachfragen per Mail möchte ich darauf hinweisen,
dass ich zum Mini-Logger keine Fragen mehr per Mail beantworten werde.
Der Logger ist bei mir "auf Eis" gelegt, aber ich möchte diese Seite
deswegen nicht löschen, da sie m.E. doch einigen beim Bau geholfen hat.
Danke für euer Verständnis!
Vorwort
In der nachfolgenden Bauanleitung habe ich bewusst darauf geachtet, dass
auch absolute Laien den Mini-Logger nachbauen können. Symbole und Bezeichnungen
von Bauteilen sind zum Teil stark vereinfacht, da sie für den Laien nicht weiter
von Bedeutung sind. Elektroniker mögen mir diese vereinfachte Darstellung nachsehen
(Mini-Logger-Schaltplan von Thomas Marx zur Ansicht).
Ich empfehle, die Anleitung zunächst einmal komplett durchzulesen.
Dann werden bei der Bestellung auch keine Bauteile vergessen.
Selbstverständlich übernehme ich keine Haftung für irgendwelche Schäden, die
durch den Nachbau des Loggers entstehen können. Dies gilt auch für die in der
Anleitung genannten Thomas Marx, Chris Benndorf und Dominik Schmidt.
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Bauteile
Die Stückliste für den einfachen Logger umfasst folgende Bauelemente (in Klammern die Reichelt
Bestellnummer):
- 1 AVR Tiny26 (ATTINY 26 DIP)
- 1 DIP 20 Sockel (GS 20P)
- 1 EEPROM seriell 24C64 (ST 24C64 BN6)
- 1 DIP 8 Sockel (GS 8P)
- 5 Widerstände 10kOhm (Metall 10,0K)
- 2 Widerstände 1kOhm (Metall 1,00K)
- 1 LED rot (LED 3MM 2MA RT)
- 1 Lochrasterplatine 12x17 Löcher (H25PR050)
- 1 Platinenstecker 3polig (PS 25/3G WS)
- 1 Platinenstecker 5polig (PS 25/5G WS)
- 2 Kondensatoren 100nF (X7R-5 100N)
- 2 Elektrolytkondensatoren 2,2uF (RAD 2,2/63)
- 1 Servokabel mit Stecker
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Platinen Oberseite
Zunächst werden alle Bauteile, wie auf dem Bild zu sehen, in die
Lochrasterplatine gesteckt und von unten festgelötet. Die langen Enden der
Bauteile werden abgeknippst. Die Position jedes Bauteils kann auf der
Zeichnung durch Abzählen der Löcher ermittelt werden. Loch 1/1 befindet
sich links unten (erster Wert nach rechts, zweiter Wert nach oben).
- Als erstes ist der kleine Kondensator dran, der unter dem Tiny-Sockel liegt.
Den Kondensator am besten etwas nach unten biegen, damit der Sockel drüber passt.
Das Ergebnis sollte dann so aussehen:
- Für den TINY26 und das EEPROM werden die beiden Sockel eingelötet.
- Die Leuchtdiode kommt mit ihrem längeren Draht in das obere der beiden Löcher.
- Der Elektrolytkondensator (2,2u) oben rechts, kommt mit seinem längeren Draht in das rechte
der beiden Löcher.
- Der Elektrolytkondensator (2,2u) darunter links, kommt mit seinem längeren Draht in das obere
der beiden Löcher.
- Der Sicherungsclip des 3-poligen Steckers zeigt nach unten. So wird das schwarze Kabel
später die Masse sein.
- Der Sicherungsclip des 5-poligen Steckers zeigt nach rechts zum Tiny-Sockel.
Bei allen weiteren Bauteilen ist die Polung nicht von Bedeutung.
Sind alle Bauteile eingelötet, dann sollte das Ergebnis so aussehen:
Zu guter Letzt benötigen wir noch eine kleine "Brücke". Diese wird mit einem kleinen
Kabel (z.B. eine Ader von einem ausgedienten Servokabel) auf der linken
Seite von Loch 1/12 nach Loch 1/6 gelegt und ebenfalls von unten verlötet.
Die Oberseite im fertigen Zustand:
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Platinen Unterseite
Nach dem erfolgreichen Positionieren und Festlöten der Bauteile sollte
die Unterseite so aussehen (rechts fehlte zum Zeitpunkt des Fotos noch die Brücke):
Dabei dürfen sich vorerst keine Lötstellen berühren. Zur Orientierung:
die 3-polige Steckerleiste befindet sich nun oben links. Die fünf Lötpunkte
untereinander auf der rechten Seite gehören zu der 5-poligen Steckerleiste.
Beispiel: Angefangen wird bei der 3-poligen Steckerleiste oben links. Der zweite Lötpunkt
wird mit dem darunter verbunden. Der 3te wird ebenfalls mit dem darunter
verbunden. Der 4te wird mit dem 5ten verbunden und unten herum an den
ersten geführt (Masse-Anschluss).
Hier das Ergebnis:
Alle weiteren Verbindungen kann man der Zeichnung rechts entnehmen (gestrichelte
Linien markieren die beiden Sockel).
Was nun noch fehlt, ist die Stromversorgung. Diese bekommen wir direkt von einem
freien Empfängersteckplatz über ein Servokabel. Bei einem Futabe/Robbe Stecker ist
das rote Kabel "Plus" und das schwarze Kabel "minus". Das orangene Kabel steuert
beim Mini-Logger die Platine an.
Die Steuerleitung wird auf der Rückseite der Platine direkt an PIN8 (RX) des
Tiny-Sockels gelötet (in der Zeichnung beschriftet). Masse befindet sich
an PIN16 (die lange "Lötbahn" ganz links) und die Eingangsspannung wird auf
PIN15 (VCC) gelegt. Die Rückseite sieht im fertigen Zustand so aus:
Letztendlich wird noch der Tiny26 und das EEPROM in die Sockel
gesteckt. Dabei darauf achten, dass beim Tiny der kleine Punkt oben links
sitzt und beim EEPROM oben rechts (siehe Bild vom fertigen Logger).
Der Mini-Logger für Strom- und Spannungsmessung ist nun fertig!
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Serielle Schnittstelle
Damit wir unsere aufgezeichneten Daten auch auslesen können, wird ein Anschluss
zum PC benötigt (Schaltung von Thomas Marx zur Ansicht).
Die Stückliste für die serielle Schnittstelle umfasst folgende Bauelemente (in Klammern die Reichelt
Bestellnummer):
- 1 D-Sub-Buchse 9polig (D-SUB BU 09)
- 2 Widerstände 1 kOhm (Metall 1,00K)
- 1 Widerstand 10 kOhm (Metall 10,0K)
- 1 Widerstand 15 kOhm (Metall 15,0K)
- 1 Transistor BC 547C (BC 547C)
- 2 Zenerdioden 5,1V (ZD 5,1)
- 1 Kabel mit 5pol-Stecker (noch übrig vom 3poligen Platinenstecker des Loggers)
- 1 Lochrasterplatine 5x9 Löcher (aus Rest von oben!)
- 8 kurze Litzen für die Verkabelung der D-Sub-Buchse
Die Platine ist sehr klein. Ich habe das "Layout" so gemacht, dass
alle Leitungen mit Bezug zur Schaltung auch später verlegt sind. Man kann
natürlich auch das ein oder andere Kabel weglassen und kleine
Brücken direkt am 9poligen D-Sub-Stecker anlöten. Meine Lösung
ist deshalb nicht die eleganteste, aber dafür vergisst man keinen
Anschluss.
Die Bestückung der Platine erfolgt wie oben beim Logger. So sieht
die kleine Platine von oben aus:
Mit dem Transistor geht's los. Bei diesem ist auf die richtige
Richtung beim Einlöten zu achten. Die abgeflachte Seite zeigt
nach links, das mittlere Beinchen kommt in Loch 7/4.
Bei den beiden Dioden ist ebenfalls auf die richtige Richtung
zu achten. Eine Seite des Diodenkörpers ist mit einem Ring
gekennzeichnet. Die Dioden müssen mit dem Ring entsprechend
der obigen Zeichnung ausgerichtet werden (also eine mit dem
Ring nach links, die andere mit dem ring nach oben).
Damit die beiden Dioden in die Löcher passen (Abstand etwas zu kurz),
sollten die Diodenkörper leicht schräg eingelötet werden.
Sind dann die vier Widerstände eingelötet, sieht das Ergebnis
so aus:
Nun kommen die 5 Kabel der Programmierschnittstelle an die Reihe.
Die Löcher sind durchnummeriert (Bezeichnung ohne "D") und oben
auf der Zeichnung den Kabelfarben zugeordnet. Im folgenden Bild
kann man auch den Ring der Dioden noch etwas besser erkennen:
Zum Schluss noch die 8 Kabel zur 9-poligen Sub-D-Buchse. Achtung!
PIN1 der Buchse bleibt frei.
Die Nummern auf der obigen Zeichnung (2D bis 9D) entsprechen den
jeweiligen PINs auf der Lötseite der Sub-D-Buchse. Dort sind ebenfalls
Nummern zu erkennen. Also einfach 2D von der Platine an den zweiten PIN
der Buchse löten.
Sind wieder alle Leitungen und Bauelemente in den entsprechenden
Löchern verlötet, so kann man sich der Unterseite widmen. Zur
Orientierung habe ich die Beschriftung der Anschlüsse auch
auf der Unterseite ausgeführt. Der Transistor befindet sich
nun links oben.
Hier die Platine für die serielle Schnittstelle von unten:
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Weiterführende Links
Homepage von Chris Benndorf zum Mini-Logger
Forumsbeitrag Mini-Logger bei RC-Line
LogView, die Software für den Mini-Logger von Dominik Schmidt
Forumsbeitrag zu LogView bei RC-Line
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